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House Party mit Rudy oder Ende im Swift Boat?Freitag, 28. September 2007
Rudy Giuliani braucht Geld – Geld für den Endspurt im Vorwahlkampf. Deshalb hat sein Team gegen Ende des dritten Quartals nun die Idee der House Parties aufleben lassen. Bei einer Party wird Giuliani selbst dabei sein, bei einer anderen per Webcam zugeschaltet.
Marc Ambinder hat einen Blick auf die Methode Giuliani geworfen: “Mitt Romney has his Rally for Romneys, Fred Thompson has his... well, surely he has something, and Rudy Giuliani is employing the house party model to generate fundraising and political momentum at the end of the third fundraising quarter.” Derweil formiert sich aus den Reihen der “9/11-Veteranen“ Widerstand gegen die öffentliche Darstellung Giulianis als Helden des 11. September, ein Bild, dass immer wieder durch das Kampagnenteam des ehemaligen New Yorker Bürgermeister erzeugt wird. Eine Gruppe um den stellvertretenden Feuerwehrchef Jim Riches will Giulianis Image mit allen Mitteln verändern – genau so, wie es den Vietnam-Veteranen 2004 in der Swift-Boat-Kampagne gegen John Kerry gelungen war. Damals hatte eine Gruppe von Veteranen gegen die öffentliche Darstellung Kerrys als Kriegshelden getrommelt – mit nachhaltigem Erfolg. Nun solle das Gleiche mit Giuliani passieren, so Riches Plan: “The group will to use the same strategy that helped undermine 2004 Democratic presidential nominee John Kerry, whose service in Vietnam was challenged by the pro-Bush Swift Boat Veterans for Truth. ‘We intend to Swift-boat Rudy the way they Swift-boated Kerry,’ said Deputy Fire Chief Jim Riches, the group's leader, whose firefighter son Jimmy was killed in the terror attack. Gesundheitsreform mit HillaryFreitag, 28. September 2007
Eines der wichtigsten Gesprächsthemen dieser Tage im US-Wahlkampf ist Hillary Clintons Vorschlag zur Reform des Gesundheitswesens, bei deren Versuch Ehemann Bill in den 90er Jahren so kläglich gescheitert war. Diesmal soll alles unkompliziert und unbürokratisch werden, schreiben die Kommentatoren:
“The word of the day was “choice,” printed dozens of times on the backdrop behind Hillary Rodham Clinton, who announced her “American Health Choices Plan” to remake American health care (in part by using a “health choices menu”). ‘This is not government-run. There will be no new bureaucracies. You can keep the doctors you know and trust. You keep the insurance you have if you like it,’ Clinton said, though aides later conceded that administering the plan would require hiring more government workers. ‘This plan expands personal choices and increases competition to keep costs down.’ Richtig konkret wurde Hillary nicht in den vergangenen Tagen, auch nicht während der Debatte der Demokraten rund um das Gesundheitswesen, bei der Gegenkandidat Barack Obama fehlte. Wie Hillarys Plan funktioniert? Auf freiwilliger Basis mit einer Steuererleichterung für die, die sich die Versicherung nicht leisten können: „Clinton, like Edwards but unlike Obama, would mandate that everyone buy insurance and would offer tax credits to those who can't afford it. In exchange for being compelled to cover everyone, companies would get millions of new, healthy customers, who in turn would get coverage at reasonable rates.” Und: “Under her plan, people would keep their existing insurance, but they could also buy into the Federal Employee Health Benefit Program or a Medicare-like plan.” Im Grunde geht es, so die politischen Beobachter in Washington, Clintons Team zunächst auch nur darum, zu zeigen, dass Hillary in einem der wichtigsten Politikfelder mit den dringlichsten Aufgaben nicht auf die Nase fallen wird wie weiland ihr Ehemann. So sieht es auch der Observer: “Hillary Clinton’s skillful introduction of her new health care plan demonstrated why she is the most formidable Democrat running for president. It also suggested that if victorious, she will not be defeated so easily by the insurance and pharmaceutical industries as she and her husband were the last time they tried to reform the dysfunctional American medical system.” Bei Anruf EhefrauDienstag, 25. September 2007Rudy Giulianis Kampagne gewinnt an Fahrt. Vergangene Woche weilte er beim britischen Premier Gordon Brown, auch um bei den in England lebenden US-Amerikanern um Stimmen zu werben. Danach ging’s zur berüchtigten Waffenlobby, der National Rifle Association (NRA). Natürlich benötigt ein konservativer Kandidat auch die Unterstützung der Waffenbefürworter. Daher gab er sich diplomatisch – und ließ den ehemaligen Präsidenten Ronald Reagan für sich sprechen. Man solle doch die unbescholtenen Bürger in Ruhe lassen: “He continued to channel from the former president, asserting that Reagan's "Peace through Strength" applies to law enforcement at home. ‘We need to step up enforcement against gun crimes and leave law-abiding citizens alone,’ he said, adding to heavy applause, ‘Time spent focusing on law-abiding, legal gun owners is time taken away from arresting and prosecuting the criminals who use guns.’” Eine skurrile Randnotiz: Giulianis Mobiltelefon klingelte während seines Vortrags. Er drückte den Anruf nicht weg, sondern nahm ab, und – oh Wunder – seine Ehefrau Judy war am Apparat. Er tauschte auf dem Podium Nettigkeiten mit ihr aus – sicherlich nach Drehbuch. Dem Publikum hat es gefallen, die meisten Kritiker in den Medien nahmen die Geschichte als Randnotiz im Wahlkampfgeplänkel wahr. Es war nicht das erste Mal, dass Giuliani einen „plötzlichen Anruf“ während einer Rede erhalten hatte. Giuliani wird nervösMittwoch, 19. September 2007
Der Einstieg von Fred Thompson ins Rennen um die Präsidentschaft versetzt das eigene konservative Lager weiter in große Unruhe. In den ersten Umfragen kommt Thompson auf sehr gute Ergebnisse, während vor allem die Werte von Rudy Giuliani absacken:
„In the wake of other recent polls showing Fred Thompson leaping into possible frontrunner contention in the GOP presidential race, the latest Washington Post/ABC News survey shows "a dramatic erosion" in support for Rudy Giuliani among Republican primary voters. ‘Giuliani's support dropped from 37% in a July poll to 28% in the latest survey, and his decline from February has been even more sharp.’” ![]() Kein Wunder, dass Giuliani jetzt die Schlagzahl erhöht. In einer Anzeige in der New York Times antwortet er auf die jüngsten Kommentare der pazifistischen Bewegung MoveOn sowie auf Hillary Clinton. Im Internet setzt er den Angriff fort. Und eine ganz besondere „Waffe“ will Giuliani noch zu Hause haben und zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, behauptet er: einen Brief von Bill Clinton.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Irakkrieg in WashingtonDienstag, 18. September 2007
Die vergangene Woche stand in Washington ganz im Zeichen des Irak-Krieges. Während der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Bagdad, General David Petraeus, gemeinsam mit dem US-Botschafter vor Ort, Ryan Crocker, in seiner Bilanz die Politik von Präsident Bush verteidigte, aber gleichzeitig Gründe für einen schrittweisen Abzug aus dem Zweistromland darlegte, ging es für die Präsidentschaftskandidaten im Laufe der Woche darum, die Aussagen ganz im Sinne ihrer Positionen zu deuten.
Martin Klingst von der ZEIT hat die Umstände treffend formuliert: „Beide Seiten schicken dieser Tage Dutzende Experten in die Schlacht um die Meinungsführerschaft. Die haben bisweilen einen schweren Stand, denn in der hitzigen Debatte ticken zwei Uhren, die nur schwer in Einklang miteinander zu bringen sind. Die Bagdad-Uhr richtet sich nach den Gegebenheiten im Irak und mahnt zu Geduld und Nachsicht. Die Washington-Uhr schlägt nach dem Takt des beginnenden Wahlkampfs, verlangt rasche Erfolge und eine baldige Heimkehr der Soldaten. Die Wähler, sagen die Umfragen, werden immer ungeduldiger. (...) Sie haben ihr Vertrauen in den Präsidenten und in viele Politiker in Washington verloren.“ Vor allem Barack Obama nutzte die Gelegenheit der Stunde, seinen Vorschlag einen kompletten Abzugs der Truppen bis Ende 2008 offensiv zu vertreten. Prominenten Beistand bekam Obama von Zbigniew Brzezinski, dem ehemaligen Sicherheitsberater Jimmy Carters, und bekannter Vertreter der realistischen Theorie der Politik, wonach Staaten die wichtigsten Akteure in der internationalen Politik sind. "What makes Obama attractive to me," he said, “is that he understands that we live in a very different world where we have to relate to a variety of cultures and peoples." Doch der Kampf bewegt sich nicht bloß auf der inhaltlichen Ebene. Die schon aus dem letzten Wahlkampf bekannte linkspazifistische Bewegung „MoveOn“ schlug im Laufe der Woche unterhalb der Gürtellinie zu. Ihre Anhänger schalteten in der New York Times eine ganzseitige Anzeige, in der von „General Betray Us“ ("betrüg uns", in Anlehnung an den Nachnamen des Generals Petraeus) die Rede ist; für die republikanische Seite bot dies einen willkommenen Anlass, von den demokratischen Kongressmitgliedern zu verlangen, sich von der Linken zu distanzieren. Nun plant die Bewegung eine Ausweitung der Kampagne auf das Fernsehen. Kann Obama aufholen?Donnerstag, 13. September 2007
Dreht sich die Stimmung im demokratischen Lager? Zumindest kann Barack Obama derzeit Pluspunkte verbuchen, während Hillary Clinton zuletzt häufig negative Schlagzeilen bekam.
Obama ist im Internet die stärkste Kraft aller potenziellen Kandidaten, das vermeldet die Washington Times mit Verweis auf die Daten von Nielsen/NetRatings. Mehr User als bei allen anderen Kandidaten besuchen seine Seite, 717.000 waren es alleine im Juli. Auch jenseits des Internet tut sich bei Obama einiges. Gerade wurden drei neue Kampagnenbüros in New Hampshire eröffnet, er kommt dort damit auf zehn regionale Büros. Selbst das Spendensammeln übernehmen jetzt andere für den Kandidaten aus Illinois: Talkshow-Legende Oprah Winfrey lud zu einer Spenden-Gala für Obama ein, bei der sie 3 Millionen Dollar für ihn einsammeln wollte. Die Eintrittskarten waren dementsprechend wertvoll, verriet die Washington Times: “The most powerful woman in show business was set to celebrate her favorite candidate at her palatial estate in this coastal enclave south of Santa Barbara. Tickets to the sold-out private event went for $2,300 apiece, keeping them within campaign finance limits.” Auf das Thema Spendengeld darf man hingegen Hillary Clinton derzeit nicht ansprechen. Zunächst gab es tagelang Ärger um einen Fundraiser namens Norman Hsu gab, der sich als flüchtiger Betrüger entpuppte und dem Clinton-Team schlechte Presse einbrachte: “His disappearance added to an already embarrassing episode for Democrats, and especially the presidential campaign of Senator Hillary Rodham Clinton of New York, which had enlisted Mr. Hsu as a “Hillraiser” - a major bundler of donations from others. But last week came the revelation that Mr. Hsu was a fugitive, having skipped out on a California sentencing hearing related to a business fraud case and moved back to Hong Kong.” Jetzt ist ein weiterer Spendensammler für Clinton ins Kreuzfeuer geraten: Raul Martinez, der ehemalige Bürgermeister von Hialeah, Florida. Martinez soll in den 90er Jahren mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein – unter anderem wegen Erpressung und Wahlbetrug. Das berichten die Right Wing News. Für bessere Stimmung im eigenen Lager sollte eigentlich das neue Fundraising-Element „Lunch with Hillary“ sorgen. Hier fragt Gatte Bill, ob er auch dabeisein darf:
So mancher Blogger findet diese Idee allerdings wenig originell. Schließlich hat, wie Marc Ambinder zu Recht feststellt, das Team von Barack Obama bereits vor Monaten erfolgreich das Instrument „Dinner with Barack“ beworben.
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Macht Thompson Huckabee und Romney nervös?Mittwoch, 12. September 2007Fred Thompson hat die Bühne betreten. Der ehemalige Schauspieler hat sich vergangenen Donnerstag offiziell in den Wahlkampf eingeklinkt – und zwar ganz unkonventionell: Er war zu Gast bei TV-Host Jay Leno. “In a taped interview with Jay Leno, Fred Thompson officially announces he is running for president. "I am running for president of the United States," Thompson said to loud applause at the Tonight Show. He recognized he is starting late in terms of the other candidates, but said it's really not that late.” Die ersten Tage nutzte Thompson auch gleich, um seine Botschaften unters Wahlvolk zu bringen und seine konservativen Ansichten zu Abtreibung und Homosexualität zu verteidigen: “On his second full day of official campaigning, Fred Thompson spoke at length about his health and his opinions about Iraq, Social Security, homosexuality and abortion, both in an interview with reporters and at events around the state.” Und ein Video hat der neue Kandidat auch parat! Auf den ersten Blick ein gelungener Start, und im eigenen Team gibt man sich optimistisch. Doch glauben Kritiker weiter nicht an seine Chance, wegen des späten Einstiegs in die Kampagne. Und dass auch im Team nicht alles „eitel Sonnenschein“ ist, zeigt der überraschende Abgang von Jim Mills, einem ehemaligen FOX-Produzent, aus dem Kommunikationsstab von Thompson. Mills gab sich nach seiner nur kurzen Zeit im Team gar höhnisch gegenüber Thompsons Kampagnenführung. "About the only people who haven't worked in the Thompson press shop this summer are Larry Craig and that woman astronaut who wore those diapers cross country." Natürlich hat die neue Konkurrenz im eigenen Lager die konservativen Kandidaten eindeutig aufgeschreckt, denn der Name Thompson bringt unweigerlich eine neue Dynamik in das parteieigene Rennen. Marc Ambinder meint, er könne vielleicht die Gunst der Stunde nutzen: “Thompson benefits from the placebo effect. Apparently, some Republicans -- not enough, but some -- see him, hear him, and conclude that he's a consistent conservative. For the reason, he needs to get some meat on them bones, he'd better clothe the naked emperor, and quickly! Thompson is no dummy; for the sake of his ambition, he'd better get this.” Und manch einer der Gegenkandidaten aus dem eigenen Lager geht bereits in die Gegenoffensive, um Thompson den Wind aus den Segeln zu nehmen. So hat Mike Huckabee früh den Fehdehandschuh hingeworfen und Thompson zu einer Debatte aufgefordert: "I am aware of your comments on Fox News that you would like to participate in a series of Lincoln Douglas-styled debates. I would like to officially accept your offer," Huckabee said in a letter he sent to Thompson. Doch der Herausgeforderte lehnte dankend ab, so wie er zuvor auch schon die Debatte der Republikaner in New Hampshire sausen ließ. Unter die Gürtellinie gingen wohl die Berater von Mitt Romney. Die Website www.phoneyfred.org, die nach Thompsons Bekanntgabe online ging und den Kandidaten verunglimpft, lässt sich auf eine Beratungsfirma Romneys zurückverfolgen. Die Seite, die vom Netz genommen wurde, ist hier noch im Screenshot zu sehen:
“Nowhere on the site does it indicate who is responsible for it. But a series of inquiries leads directly to the website of Under the Power Lines, the political consulting firm of Warren Tompkins, Romney’s lead consultant in South Carolina.” Alles, was man zum Stand bei den Republikanern wissen muss, hat Politico in einem Trivial Campaign Pursuit zusammengefasst. Europas Interesse an den WahlenMittwoch, 12. September 2007
Egal, wer die US-Wahlen gewinnt, es wird sich doch nichts ändern! Das ist zumindest die Meinung von fast der Hälfte der Europäer über den US-Wahlkampf, wie die Untersuchung des Annual Transatlantic Survey herausgefunden haben will.
Interessant ist auch die Diskussion der Nutzer über die Ergebnisse der Studie auf Politico.com. So meint zum Beispiel User „svo1905“: “America does need to be defended in Europe. It is very easy to pass judgement about America without taking the time to understand where the debate is coming from here.” Ritterschlag für BlogsDienstag, 11. September 2007Wer bis zuletzt daran zweifelte, dass Blogs im Wahlkampf eine wichtige Bedeutung erlangt haben, der ist nun eines Besseren belehrt. Denn die Online-Tagebücher sind im US-Wahlkampf jetzt auch rechtlich den Massenmedien gleichgesetzt. Das entschied die Bundeskommission, die in den USA für die Kontrolle der Wahlkampffinanzierung zuständig ist. Darüber berichtete auch Spiegel Online: „Die Federal Election Commission (FEC) entschied über zwei konkrete Fälle, in denen Blogger beschuldigt worden waren, am Gesetz vorbei Wahlkampf betrieben zu haben. Wahlkämpfer unterliegen in den USA bestimmten Einschränkungen, was die Finanzierung ihrer Aktivitäten angeht. Der konservative Blogger John Bambenek etwa hatte dem eher linksorientierten Blog Daily Kos vorgeworfen, für die Demokraten zu werben. Daily Kos nehme einerseits Geld für Werbung auf den eigenen Seiten, andererseits aber "schenke" das Blog-Angebot politischen Kandidaten "kostenlose Werbung und Mediendienstleistungen", weil dort Beiträge veröffentlicht werden, die einzelne Kandidaten unterstützen. Das hätte im Prinzip bedeutet, dass sich Daily Kos auf illegale - weil finanziell nicht offengelegte - Weise am Wahlkampf der Demokraten beteiligt. Die FEC widersprach nun: Die Aktivitäten von Daily Kos fielen exakt in den Ausnahmebereich, den das Gesetz für Medien vorsehe, so die Kommission.Laut sitemeter.com besuchen zwischen 14 und 24 Millionen Nutzer monatlich die Seiten von Daily Kos. Derweil machen sich die Konservativen Gedanken ob der Wunderwaffen im Netz, über die das demokratische Lager verfügt. Und ob man nicht ein konservatives Pendant zum Daily Kos benötige. Wenn man es schon nicht verbieten kann, dann sollte man es schließlich gekonnt imitieren. Doch die Ausgangslage für ein derart erfolgreiches konservatives Blog seien nicht gegeben, meinen die Kommentatoren hier und hier. “Conservative blogger Dean Barnett asks this interesting question in the Weekly Standard: Why isn't there a conservative version of liberal blogger Markos Moulitsas or his blog Daily Kos -- at least in terms of influence and power? Our quick answers to this question: 1) because the Republican Party is typically a top-down organization, which isn't necessarily a conducive environment for an uncontrollable blogger like Kos; and 2) the GOP has controlled the White House in these last six-plus years, and folks like Kos sprouted when the Democrats were out of power -- much like conservative radio flourishing during the Clinton years.”Weniger Glauben, mehr GefühlDienstag, 11. September 2007
War das Bekenntnis zum christlichen Glauben und der Kirche im Wahlkampf 2004 noch ein wertvoller Pluspunkt bei amerikanischen Wählern, so hat sich das Pendel diesmal offensichtlich in die andere Richtung gedreht. Wie eine aktuelle Pew Research-Untersuchung zeigt, sind religiöse Bekenntnisse von Kandidaten weniger denn je Voraussetzung für eine Unterstützung durch die Wähler – und das in beiden Lagern. Vorne liegen die Kandidaten, die sich am wenigsten religiös geben, Hillary Clinton und Rudy Giuliani. Mitt Romney hingegen muss mit schlechteren Imagewerten rechnen.
“The candidates viewed by voters as the least religious among the leading contenders are the current frontrunners for the Democratic and Republican nominations – Hillary Clinton and Rudy Giuliani, respectively. On the other hand, the candidate seen as far and away the most religious – Mitt Romney – is handicapped by this perception because of voter concerns about Mormonism.” Womöglich ist diesmal die „gefühlte Wärme“ wichtiger, um am Ende vorne zu liegen. Die jüngste Gallup-Poll beschäftigt sich gerade mit dieser Frage und hat die Wähler nach ihrer Einschätzung zu den Kandidaten auf einer „feeling thermometer“-Skala befragt. Vorne liegt Barack Obama.“Of these, only one -- Barack Obama -- stirs up warm feelings in a majority of Americans. However, Rudy Giuliani, Hillary Clinton, John Edwards, and John McCain are all close to Obama in favorability. Clinton's image is the most polarized of this group: nearly as many Americans say she leaves them cold as say they feel warmly toward her.”
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Wer will Brownback sehen?Dienstag, 11. September 2007Manchmal sagt ein Bild ja wirklich mehr als tausend Worte. Dieses hier verrät: Um die Kampagne von Republikaner Sam Brownback könnte es besser bestellt sein... ![]()
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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Umfrage IV: Kaum VeränderungenDonnerstag, 6. September 2007Der neue Monat hat begonnen, und damit ist es auch wieder Zeit für die Auswertung unserer Umfrage. Ab heute wird Fred Thompson nun auch nicht mehr in Klammern stehen, denn er hat, wie bereits angekündigt, seine Kandidatur jetzt offiziell bekanntgegeben . An den Ergebnissen hat sich in den letzten Wochen nur wenig geändert: Die beiden Demokraten an der Spitze (Hillary Clinton und Barack Obama) konnten ihre Positionen festigen, auch der Republikaner Ron Paul bleibt auf Platz 3. Der Rest der Kandidaten konnte den Abstand zur Spitzengruppe nicht verringern. Hier die Ergebnisse in der Übersicht, in den Klammern sehen Sie wie immer die Veränderung zum Vormonat. 1. Hillary Clinton 34% (+1) 2. Barack Obama 23% (+2) 3. Ron Paul 19% (+/-0) 4. Mitt Romney 6% (-1) 4. (Al Gore) 6% (-1) 6. Rudy Giuliani 5% (-2) 7. Fred Thompson 5% (+/-0) 7. John Edwards 5% (+1) 9. John McCain 2% (+1) 10. Joe Biden 1% (-1)
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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12:43
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Romney unwählbarDonnerstag, 6. September 2007
Wer auch immer den republikanischen Kandidaten Mitt Romney in der Favoritenrolle für das Rennen um den Präsidentenposten sieht, muss sich mit einer Rasmussen-Umfrage aus dem August auseinandersetzen. Die Ergebnisse der Telefon-Umfrage bescheinigen dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, dass er nicht wählbar sei. Zum einen polarisiere er und erzielt hohe Ablehnungswerte im gegnerischen Wählerlager - wie übrigens auch Hillary Clinton auf der anderen Seite -, zum anderen steht aber auch die republikanische Wählerschaft nicht geschlossen hinter ihm.
eyeon08.com hat die Diskussion aufgegriffen: „Here’s the bad news: In terms of partisan reaction, it’s interesting to note that 25% of Republicans say they would definitely vote against Romney while 22% of Democrats would vote against Edwards. 2004 was a squeaker. Bush won by the skin of his teeth, with something like 90% of Republicans behind him. If Romney is losing 1-in-4, he is in deep, deep trouble.“ Derweil hat Marc Ambinder neue Werbevideos von Romney und John McCain verlinkt.
Der eine zeigt Bein, der andere Wunden. Während sich Romney als vitaler Läufer präsentiert, der Dinge voran bringt, wirft McCain einen langen Blick zurück auf die wichtigen Erfahrungen seiner Karriere. Die alte Wahlkampfweisheit besagt ja, dass man für die Erwartungen der Zukunft, nicht die Errungenschaften der Vergangenheit gewählt wird. Dazu der passende Kommentar von Userin „Liz“: Republikaner zwingen Craig zum RücktrittMittwoch, 5. September 2007
In der Liste der Skandalgeschichten rund um die Republikanische Partei wurde am vergangenen Wochenende ein neuer Eintrag vermerkt. Senator Larry Craig aus Idaho musste nach dem wachsenden Druck der Medien und der eigenen Partei den Hut nehmen. Craig war im Sommer auf dem Flughafen Minneapolis-St. Paul von einem Undercover-Agenten festgenommen worden, weil er diesem auf einer Toilette unsittliche Angebote gemacht haben soll.
Das schnelle Durchgreifen der Parteispitze markiert gleichzeitig, so sagen Beobachter, einen Strategiewechsel. Nach all den Skandalen der vergangenen Jahre wollte man nun schnell und deutlich handeln, schreibt auch The Politico: “His swift condemnation marks a growing imperative among congressional Republicans to punish their own after the party was battered by a string of scandals over the past three years. The 2006 midterm elections were ‘a disaster for the Republican Party as much because of scandal as because of Iraq,’ said Larry Sabato, the director of the Center for Politics at the University of Virginia. ‘They don't want to face another scandal.’ Media pressure played a role in Craig's decision to step down Saturday, but his swift punishment by GOP leaders in Washington illustrates a stark departure from past scandals in which Republicans shied away from publicly criticizing their own.” Als erste der Präsidentschaftskandidaten hatten John McCain und Mitt Romney Craig öffentlich kritisiert. Ist Thompson ein Sprinter?Mittwoch, 5. September 2007
Kurz nachdem Fred Thompson den Start seiner Kandidatur für das Präsidentenamt für den 6. September angekündigt hat, mehren sich bereits die Stimmen der Kritiker. Aus New Hampshire greift ihn der Vorsitzende der Partei an: Thompson wolle sich vor der wichtigen parteiinternen Debatte am 5. September drücken.
“New Hampshire Republican Chairman Fergus Cullen said he is "disappointed" that Fred Thompson will apparently not appear at a party-sponsored debate next week. (…) He said that the campaign was invited two months ago to participate, but he has yet to hear a response at all from the campaign. He feels like Thompson timed his announcement in a way that means he doesn't have to participate. (…) "They are clearly trying to avoid this specific event," he said.” Außerhalb der Partei fragen sich viele Experten, welche Chancen Thompson angesichts des späten Einstiegs ins Rennen noch hat. Schließlich braucht er schleunigst gute Fundraising-Zahlen. Sollte Thompson im Oktober bei der Veröffentlichung der Einnahmen bis zum dritten Quartal des Jahres zurückliegen, werden sich viele Spender fragen, ob sie auf ein lahmes Pferd setzen sollten. Sprinterqualitäten sind also vonnöten, stellt auch der Politico fest: “So Thompson’s deadline is not Election Day 2008, or even the January nominating contests. The make-or-break date for his campaign is Sept. 30 – the Federal Election Commission cut-off for the next financial report. That document, which must be filed by Oct. 15, will determine Thompson’s fate. If he looks weak, he is unlikely to get the money, endorsements and grass-roots support that he’ll need to pull off his Houdini act, insiders say. It amounts to a three-week, do-or-die sprint, and even Thompson does not claim to be a sprinter.”
Blogeintrag von Kerstin Plehwe
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