Da sitzt man in Washington zwischen Politikberatern, Wahlkämpfern, Bloggern und Journalisten und verfolgt die vermeintlich entscheidenden Vorwahlen und ist mal wieder überrascht. Nicht nur vom für Hillary - zuletzt oft bezweifelten - positiven Ergebnis, auch davon, mit welcher Fazination und Intensität die verschiedenen Kampagnen begleitet werden.
Jede Zeitung, jeder Fernsehsender und jedes sogenannte „independent medium“ haben das Thema aufgegriffen. Und fast alle Gespräche an diesem Abend drehen sich um die „presidential candidates“. Vor allem um die Frage: Reichen Hillary diese Siege für die ersehnte Nominierung?
Fakt ist: in der Anzahl der Delegierten hinkt sie noch hinterher, aber Ohio und Texas waren nicht nur im Hinblick auf die Delegiertenstimmen wichtig. Und sofort wird weiter spekuliert: Was, wenn Florida seine Vorwahl (die bisher nicht gezählt wurde) wiederholt? Dort hatte sie deutlich vor Obama gewonnen. Was, wenn sie Pennsylvania verliert? Viele Fragen sind noch offen.
Fakt bleibt aber, dass die Demokraten weiter intern kämpfen, während die Republikaner mittlerweile entspannt mit McCain auf das grosse Ziel blicken: die US Präsidentschaft 2008. Und dieser Wahlkampf wird, egal mit welchem Kandidaten auf demokratischer Seite, der teuerste und modernste sein, den die Welt bisher gesehen hat. Es bleibt also spannend.
P.S.: Genauere Informationen zu den Ergebnissen der Kandidaten in den einzelnen Bevölkerungsgruppen finden Sie hier.
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