In der letzen Woche haben wir den Spot vorgestellt, mit dem Hillary Clinton erfolgreich in Ohio und Texas ihren Wahlkampf geführt hat. In der Zwischenzeit sorgte dieses Video für einige Reaktionen in der amerikanischen Öffentlichkeit:
Neben TV-Ausstrahlungen in Ohio und Texas brachte das Video über 150.000 Clicks auf YouTube. Aber Fernsehen und YouTube sind bei weitem nicht die einzigen Medien, die sich mit diesem Spot beschäftigt haben. Schnell brach in der Blogosphäre eine Diskussion aus, die thematisiert, ob Hillary Clintons Team Barack Obama in diesem Video schwärzer retuschiert hat, als er eigentlich ist.
Der Fernsehsender CNN fühlte sich motiviert, die Telefonszene des Videos aufzugreifen, in der die Frage gestellt wird, wen die Amerikaner sich im Weißen Haus wünschen, wenn um 3 Uhr morgens das Telefon klingelt. Die Botschaft des Videos ist klar, nur die fleißige und immer gegenwärtige Kandidatin Hillary Clinton ist in einer Gefahrensituation bereit. Dass CNN diese Szenerie ziemlich absurd findet, zeigte der Sender mit einer Meinungsumfrage unter seinen Zuschauern. Er rief auf, per Telefon abzustimmen: „Was vermuten Sie, wer ist der mürrischste Präsident, wenn er um 3 Uhr morgens durch einen Telefonanruf geweckt wird...“
Bevor diese Umfrage erste Ergebnisse aufwies, wurde schon der nächste Skandal aus dem Umfeld des Videos bekannt. Die Schauspielerin, die das schlafende Mädchen im Clinton-Werbespot darstellt, outet sich vor der Fernsehkamera als Obama-Unterstützerin, die sich schon auf verschiedenen Ebenen für die Kampagne des Konkurrenten engagiert hat. Warum sie dann überhaupt im Clinton-Video mitspielt, hat nur den einen Grund: Bei den verwendeten Aufnahmen von dem Mädchen handelt es sich um acht Jahre altes Filmmaterial, über dessen Verwendung sie selbst keine Kontrolle mehr hat. Aber sie würde gerne an einem Gegenvideo für ihren Favoriten Barack Obama mitwirken, lächelt sie unschuldig in die Kamera.Was auch immer der Wahrheit am nächsten kommt, eines steht fest, Werbespots und You Tube Videos sind zu Wahlkampfmedien geworden, die crossmedial ihre Wirkung entfalten.
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