Die linke Internetorganisation MoveOn.org hat gestern einen neuen Videowettbewerb gestartet. Sie fordert ihre über 3.5 Millionen Mitglieder auf, einen neuen Obama-TV-Spot zu filmen, den MoveOn kurz vor den Vorwahlen in Pennsylvania flächendeckend schalten wird. Der Wettbewerb unter dem Titel „Obama in 30 Seconds“ ist eine Neuauflage aus dem Jahr 2004. Damals hatte MoveOn seine Anhänger aufgerufen, einen kritischen Spot über George W. Bush zu drehen. Der Wettbewerb hatte eine Kontroverse ausgelöst, da einer der Kurzfilme, den MoveOn auf seiner Website eingestellt hatte, Präsident Bush mit Adolf Hitler verglich. Das war Futter für die republikanischen Wahlkampfstrategen, die den Ausschnitt benutzten, um MoveOn als radikale Linksaußen-Gruppe darzustellen.
Der neue Wettbewerb hat einen positiveren Grundton, ganz im Sinne der von Obama geforderten Botschaft der Hoffnung und des Neuanfangs. Ab sofort kann die Kreativgemeinde Vorschläge einreichen, über die dann die MoveOn-Mitglieder basisdemokratisch per Internet abstimmen werden. Die letzte Entscheidung hat am Ende jedoch eine prominent besetzte Jury (u.a. Oliver Stone, Matt Damon, Jesse Jackson, Moby und Eddie Vedder). Der Gewinner bekommt 20.000 Dollar und die Genugtuung, seinen Spot im nationalen TV rotieren zu sehen.
Hier der Aufruf von MoveOn-Geschäftsführer Eli Pariser:
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