Barack Obamas Kampagne produziert immer neue, kreative Fundraising-Ideen. Vor den Vorwahlen in Iowa konnte man Obama einen Tag des Wahlkampfes schenken, in dem man ihn durch Kleinspenden vom lästigen Geldsammeln auf den üblichen Fundraising-Dinners befreite. Kurz darauf gab Obamas Kampagnenchef David Plouffe die Zielmarke von einer Million Geldgebern aus. Die wurde bereits Ende Januar gerissen. Nun kommt die nächste Sammelaktion frei Haus ins elektronische Postfach. Jeder Sympathisant, der bis zum Monatsende spendet, hat die Chance, ein Dinner mit Barack Obama zu gewinnen. Der Politstar will sich einen Abend Zeit nehmen, um mit den Auserwählten politische Themen zu diskutieren.
Auch diese Aktion ist Teil der Meta-Botschaft, die Obama zum Kern seiner Kommunikation gemacht hat: Ich bin neu, ich bin grasverwurzelt, ich bin nicht Washington! Denn mit dieser Spendenaktion setzt er sich explizit ab vom landläufigen Image des Washingtoner Insiders, der sich von Lobbyisten zum Dinner in teuren Restaurants einladen lässt. Folgerichtig betont Obama in seinem Aufruf zum Abendessen auch, dass 94% seiner Einnahmen aus Spenden unter 200 Dollar generiert werden, und dass er kein Geld von Interessengruppen annimmt. Ob der junge Politstar allerdings selber für seine treuesten Fans kocht, ist nicht weiter bekannt.
Hier ein YouTube-Video von einem Grassroots-Dinner mit Obama im Juli 2007:
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