Über Hillary Clintons Zunkunft ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, doch Kate Zernike macht sich in ihrem in der New York Times erschienenen Artikel schon Gedanken, wem die Rolle der ersten amerikanischen Präsidentin auch gut stehen würde.
Aber wer eignet sich für diese Rolle? Bildet man ein Potpourri aus den Vorschlägen von politischen Strategen, Talentscouts, Politikern und Wissenschaftlern, die zum Thema „Frauen in der Politik“ forschen, tritt folgende Figur zu Tage:
Eine Frau, die aus dem Süden kommen wird oder aus der Region westlich des Mississippis. Sie wird der demokratischen Partei angehören, hat in zwei konservativen Staaten gewonnen, oder sie gehört der Partei der Republikaner an, kommt aus der Privatwirtschaft und kandidiert als Gouverneur. Sie hat Erfahrung als Führungskraft, Juristin und hat sich selbst als Kämpferin erprobt, als eine warmherzige natürlich. Sie wird jung genug sein, um als Postfeministin zu gelten. Sie wird verheiratet sein und Kinder haben, allerdings schon etwas ältere. Sie wird ihre Erfahrung hervorheben und Hosenanzüge tragen.
Oh, und es könnte sein, dass es diese Frau gar nicht gibt.
Bemerkenswert ist es, dass auf Seiten der Republikaner weitaus mehr Frauen für eine Kandidatur in Frage kommen, zum Beispiel Sarah Palin, Republikanerin und Gouvereurin von Alaska. Sie ist nicht nur als Reformerin bekannt, sondern auch als Motoradfahrerin.

Aber für viele Frauen stellt sich die Frage, warum eine Frau überhaupt kandidieren sollte, nachdem die Medien es ihnen offensichtlich besonders schwer machen.
“Wer traut sich noch anzutreten?” fragt Karen O’Connor, Direktorin des Woman and Politics Institute an der American University. Auch Karen Tumulty spricht auf dem Time-Blog von sexistischer Medienberichterstatttung, aber sieht nicht ganz so schwarz, schließlich hat das Time-Magazin vor drei Jahren Amerikas Gouverneure bewertet. Dabei zeigte sich, dass zwei von den fünf besten Gouverneuren Frauen waren: Janet Napolitano (Arizona) und Kathleen Sebelius (Kansas). Wie Kate Zernike in der New York Times schreibt, gibt es auch eine große Zahl von Frauen aus dem „Corporate America“, die für eine Kandidatur in Frage kommt. Zu ihnen gehört zum Beispiel Meg Whitman, die auch schon mit der Politik liebäugelt.
Diese Frauen, so Karen Tumulty, werden aus Hillarys ernüchternden Erfahrungen lernen.
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