Die Geister, die er rief, wenden sich nun gegen Barack Obama, den Vorreiter des amerikanischen Online-Campaignings. Sehr anschaulich berichtet Nancy Scola auf dem techPresident-Blog über die neue Dynamik des Internets.
Auslöser dieser Entwicklung ist der Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA), für den der US-amerikanische Senat und auch Barack Obama am Mittwoch stimmten.Das Gesetz erlaubt eine umfassendere Überwachung der Telekommunikation mit dem Ziel der Terrorabwehr, und die Debatte darüber erinnert an den in Deutschland heftig diskutierten großen Lauschangriff. Besonders empört sich derzeit die Internet-affine Gemeinde der Online-Aktivisten gegen Barack Obamas Abstimmung für dieses Gesetz und schlägt ihn mit seinen eigenen Waffen, hier drei Beispiele:
• Auf der Kandidatenwebsite MyBarackObama.com wurde die mit 16.000 Mitgliedern bisher größte Gruppe gegründet: Senator Obama - Please Vote NO on Telecom Immunity - Get FISA Right
• Ein Twitter-Kanal wurde eingerichtet, um die Kampagne zu beleben.
• In einer Night of Facebook-Aktion wurde die Abstimmung im Senat virtuell gezeigt und mit einem Wiki für Diskussionen begleitet.
Diese Internet-Bewegung gegen das FISA ist schon jetzt eine faszinierende Fallstudie, die zeigt, wie digitale Aktivisten ohne Kosten und ohne unter einem Dach zu sitzen eine lebendige Bewegung schaffen können.
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