John McCain gibt sich gerne volksnah. Sein Witz und seine Schlagfertigkeit kommen immer dann besonders gut zur Geltung, wenn er im direkten Dialog mit Menschen ist. Deshalb machte er Barack Obama kürzlich das Angebot, über den Sommer verteilt verschiedene Town Hall Meetings abzuhalten, bei denen interessierte Bürger im Publikum direkt und ungefiltert Fragen an die beiden Kandidaten stellen können.
Da Obama sich diesem Angebot bisher verweigert hat, probierte McCain sein eigenes Townhall-Format aus, das allerdings nicht in einer Turnhalle oder in einem TV-Studio stattfand, sondern am Telefon. Die moderne Technik erlaubt es, sog. Conference Calls mit Hunderten von Wählern durchzuführen.
Am Dienstag rief die McCain-Kampagne 50.000 demokratische und/oder unentschiedene Wähler in Südflorida an, um zu fragen, ob sie an einem „Tele-Townhall Meeting“ mit John McCain teilnehmen wollten. Ca. 4.500 sagten ja und fanden sich kurz danach in einer Q&A-Session mit dem „Mac“ wieder. McCain musste sich zum Teil harte Kritik anhören, wie etwa von Michael aus Broward County, der dem Kandidaten diesen Satz mit auf den Weg gab: „The last eight years haven´t been that great – they have been a disaster.“
Ob McCain mit dieser Offenheit umgehen konnte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall kündigte sein Team nach der Telefonkonferenz an, weitere solcher Formate mit Demokraten und Independents zu machen, teils als Town Hall, teils als Eins-zu-Eins-Gespräche mit ausgesuchten Wählern.
Kommentare
Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
Kommentar schreiben