270. Das ist die magische Zahl für Barack Obama und John McCain. Wer 270 oder mehr Stimmen im Electoral College beisammen hat, der wird Präsident der Vereinigten Staaten. Alles andere zählt nicht. Daher ist der Kampf um die sog. „battleground states“ - die Schlüsselstaaten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden - mittlerweile voll entbrannt. Kann Obama auch ohne die 20 Stimmen aus Ohio gewinnen? Mit zusätzlichen Wahlmännern aus Virginia, Colorado und New Mexico könnte es gehen. Was passiert in Indiana? Ist Florida schon an McCain verloren?
All diese Fragen werden in den nächsten Wochen immer relevanter. Der Meta-Umfragedienst RealClearPolitics, ein Geheimtipp unter politischen Junkies, hat deshalb eine virtuelle Wahlkarte zum Selbstgestalten im Angebot. Man kann sich hier online sein eigenes Wahlergebnis zusammenreimen.
Ich kam beim ersten Durchgang erstaunlicherweise auf ein Unentschieden: 269-269. Träte dieser Fall ein, dann käme das Repräsentantenhaus ins Spiel. Es müsste dann über den Präsidenten abstimmen. Das passierte zuletzt 1824, als damals vier Kandidaten die absolute Mehrheit im Electoral College verfehlten. Nach den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen würde sich Barack Obama durchsetzen…

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