Barack Obama wollte eine explizit positive Kampagne zu führen. Er nahm sich vor, einen neuen kommunikativen Stil zu prägen, der ohne dumpfen Negativwahlkampf, ohne Verdrehung von Tatsachen, ohne Hin und Her von Anschuldigung und Gegen-Anschuldigung auskommen sollte. Er weigerte sich, die üblich zynische Spin-Doctor-Kampagne zu machen, den die professionelle Beraterkaste in Washington, DC seinen Kandidaten regelmäßig verordnete. Der Bruch mit dem alten Wahlkampfparadigma sollte radikal sein.
Nach zwei Monaten der harten Attacke von Seiten John McCains und der Republikaner wird nun auch Barack Obama persönlicher. Seine beiden letzten Wahlkampfspots sind ein Beleg dafür, dass der junge Senator, der als Gutmensch in das Haifischbecken Wahlkampf gestiegen war, nun auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist, der da heißt: „Negatives drive the numbers“ – Negativwahlkampf wirkt!
Im Spot „Honor“ greift Obama McCain für seine unlauteren Attacken an und schließt mit dem Satz: „Deception is all he has left.“
Der Spot „Still” macht sich offen über McCains Alter und Rückständigkeit lustig. Die implizite Botschaft: Dieser Mann ist „out of touch“ und viel zu alt, um Präsident zu werden.
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