Der Economist schaut in dieser Woche nach Whitesburg, Kentucky - einem Ort mit 1.534 Einwohnern.Astor Blair sitzt in einem alten Schaukelstuhl in seinem Vorgarten. Er hat einen majestätischen Ausblick auf die Appalachen und ein paar Zigarettenstummel auf der Erde neben sich. Er sagt, dass er nicht für Obama wählen wird, weil die Demokraten immer alles auf den Kopf stellen wollen. Blair ist der Meinung, dass es schief geht, wenn sich gleich zu viel ändern soll. Ein Zug mit Kohle donnert vorbei. Die Demokraten wollen auf die Kohle verzichten und stattdessen „Windräder auf jeden Acker stellen und die Landschaft verschandeln“ grummelt er. „Es wird eine Menge Geld kosten und nicht funktionieren.“
Astor Blair befürchtet, dass Barack Obama die Steuern der Reichen erhöhe und damit der Wirtschaft schade. Auch in sozialen Fragen bezweifelt er, dass ein Politikwandel das Land zum Besseren verändere. Homoehe unterstützt er zwar nicht, aber er will sie auch nicht verurteilen, Abtreibung allerdings kann er nicht tolerieren. „Wer hat das Recht über das Leben eines anderen zu entscheiden?“
Eine neue Meinungsumfrage des Centers for Rural Strategies, einem Think Tank in Whitesburg, beziffert John McCains Vorsprung bei der ländlichen Bevölkerung auf 10% in den so genannten Swing States. Die Meinungsumfrage wurde in den New Hampshire, Pennsylvania, Ohio, Michigan, Wisconsin, Iowa, Minnesota, Missouri, Florida, Virginia, Colorado, New Mexiko und Nevada durchgeführt. Noch größer ist der Beliebtheitsvorsprung von Sarah Palin bei der Landbevölkerung, 65% der ländlichen Wähler in Swing States fühlen sich von ihren Werten vertreten.
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